Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Joachim Blei

Werden die Haupt- und FörderschulabgängerInnen weiter abgeschoben?

Am 04.10.2016 tagt der Schulausschuss des Kreistags und auf der Tagesordnung steht u.a. auch ein Zwischenbericht der Verwaltung über die Umsetzung der Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAoA).

 

Die Partner des Ausbildungskonsenses NRW (Sozialpartner, Kammern, Kommunen, Bundesagentur für Arbeit, Landesregierung) haben im Jahr 2011 beschlossen, dieses flächendeckende Übergangssystem von der Schule in den Beruf umzusetzen.

 

Ihr Ziel ist es, den jungen Menschen nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für eine Berufsausbildung oder ein Studium zu eröffnen. Durch ein effektives, kommunal koordiniertes Gesamtsystem sollen unnötige Warteschleifen vermieden werden.

Am 04.10.2016 tagt der Schulausschuss des Kreistags und auf der Tagesordnung steht u.a. auch ein Zwischenbericht der Verwaltung über die Umsetzung der Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAoA).

Die Partner des Ausbildungskonsenses NRW (Sozialpartner, Kammern, Kommunen, Bundesagentur für Arbeit, Landesregierung) haben im Jahr 2011 beschlossen, dieses flächendeckende Übergangssystem von der Schule in den Beruf umzusetzen.

Ihr Ziel ist es, den jungen Menschen nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für eine Berufsausbildung oder ein Studium zu eröffnen. Durch ein effektives, kommunal koordiniertes Gesamtsystem sollen unnötige Warteschleifen vermieden werden.

Hierzu nimmt die Fraktion im Kreistag der Partei Die Linke Stellung. Ihr stellvertretender Vorsitzender Joachim Blei äußert sich folgendermaßen:

"Leider trägt die Initiative schon einen falschen Namen. Denn richtig müsste sie heißen: "Kein Schulende ohne Anschluss". Entsprechend stiefmütterlich werden wieder die "ganz unten", also diejenigen ohne einen Abschluss, dabei bedacht.

In einem von vier Handlungsfeldern ist wieder von "Brückenlösungen" für sie die Rede. Das bedeutet aber im Klartext, dass diese jungen Leute teuer und ineffektiv "geparkt" werden bis sie entweder zu alt  für eine Ausbildung sind oder keine Lust mehr darauf haben.

Derzeit werden die Schülerinnen und Schüler, die keine sichere Anschlussperspektive haben, noch nicht einmal statistisch vollständig erfasst. Auch fehlt es an einer systematischen Übersicht über die Förderangebote im Übergang Schule-Beruf.


Und obgleich für die meisten Ausbildungsberufe kein Hauptschulabschluss vorgeschrieben ist, bekommen die Wenigsten ohne diesen eine Chance sich z. B. mit ihren Stärken im praktischen Bereich in einer Ausbildung zu profilieren. Hier muss sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt wohl erst noch weiter zu deren Gunsten verändern!"