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Dietmar Schwalm

Jonglieren bis zum Umfallen - Erklärung der Kreistagsfraktion zum Internationalen Frauentag 2016

Frauen müssen alles können, sollen aber nichts dürfen. Auch im Jahr 2016 ist unsere Gesellschaft immer noch weit davon entfernt, Männern und Frauen die gleiche Teilhabe in Beruf, Familie und Gesellschaft zu garantieren. Frauen jonglieren bis zum Umfallen, um Erwerbsarbeit, Familie, Weiterbildung und Engagement zu bewältigen, während sie gesellschaftlich weiterhin mit veralteten Stereotypen und männlichen Machtstrukturen zu kämpfen haben. Die Aufgabe moderner Familien- und Beschäftigungspolitik ist es deshalb, für eine Kultur der geteilten Verantwortung zwischen Frauen und Männern zu sorgen.

Frauen müssen alles können, sollen aber nichts dürfen. Auch im Jahr 2016 ist unsere Gesellschaft immer noch weit davon entfernt, Männern und Frauen die gleiche Teilhabe in Beruf, Familie und Gesellschaft zu garantieren. Frauen jonglieren bis zum Umfallen, um Erwerbsarbeit, Familie, Weiterbildung und Engagement zu bewältigen, während sie gesellschaftlich weiterhin mit veralteten Stereotypen und männlichen Machtstrukturen zu kämpfen haben. Die Aufgabe moderner Familien- und Beschäftigungspolitik ist es deshalb, für eine Kultur der geteilten Verantwortung zwischen Frauen und Männern zu sorgen.

Das Ziel "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" war ein Teil der Römischen Verträge von 1957. Heute verdienen Frauen europaweit im Schnitt immer noch ca. 20% weniger als Männer. Auch bei der Aufteilung von Spitzenposten hinken wir entsetzlich hinterher - nicht zuletzt durch die rückwärtsgerichtete Familienpolitik der deutschen Bundesregierung, die sich mit Händen und Füßen gegen die gesetzliche Verankerung einer Frauenquote wehrt.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Situation von Frauen noch verschlechtert. Bereits vor der Krise waren Frauen mehrheitlich in prekären Beschäftigungsverhältnissen tätig, waren weit mehr von Armut betroffen als Männer und sind in ungleichem Maße geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Diese Tendenz wird durch Haushaltskürzungen drastisch verstärkt.

Daher muss entschieden gegen die aufgezwungenen Sparmaßnahmen gekämpft werden, die zu einer Zunahme der Ungleichheit zwischen Männern und Frauen und zu einem Anstieg der Frauenarmut führt. 

(der Text ist angelehnt an eine Presseerklärung der Europaabgeordneten Gabi Zimmer und Cornelia Ernst)